David — Dawud auf Arabisch — nimmt im Islam eine besondere Stellung ein, als Prophet und König zugleich, eine Verbindung, die nur wenigen zuteilwurde.567
Sieg über Goliath, Königtum und Prophetentum
Als junger Mann besiegte Dawud den Tyrannen Goliath (Jalut), woraufhin Gott ihn zur Führung erhob:
"Dawud tötete Galut. Und Allah gab ihm die Herrschaft und die Weisheit und lehrte ihn von dem, was Er wollte."
— Quran 2:251 (Bubenheim & Elyas)1
Ein gerechter Herrscher
Der Quran stellt Dawud als Vorbild gerechter Führung dar, beauftragt, gerecht zu richten:
"O Dawud, Wir haben dich zu einem Statthalter auf der Erde gemacht. So richte zwischen den Menschen der Wahrheit entsprechend und folge nicht der Neigung."
— Quran 38:26 (Bubenheim & Elyas)2
Die Psalmen (Zabur)
Gott offenbarte Dawud eine Schrift, die Psalmen (Zabur) — eines der offenbarten Bücher, an die Muslime glauben:
"Und Dawud haben Wir ein Buch der Weisheit gegeben."
— Quran 17:55 (Bubenheim & Elyas)4
Eine Stimme des Lobpreises und Gaben Gottes
Dawud wird für seinen wunderschönen Lobpreis Gottes in Erinnerung gehalten — so bewegend, dass der Quran beschreibt, wie die Berge und Vögel sich ihm anschlossen — sowie dafür, dass ihm gelehrt wurde, Eisen zu bearbeiten:
"„Ihr Berge, preist (Allah) im Widerhall mit ihm, und auch ihr Vögel.“ Und Wir machten für ihn das Eisen geschmeidig."
— Quran 34:10 (Bubenheim & Elyas)3
Kurz gesagt
David (Dawud) wird im Islam als Propheten-König geehrt — Bezwinger Goliaths, gerechter Herrscher, Empfänger der Psalmen und Diener, dessen Lobpreis Gottes so schön war, dass die Schöpfung ihn widerhallte. Er war der Vater des Propheten Salomo (Sulayman).