Der zentrale Glaubenssatz des Islam ist die Einheit Gottes, Allah (siehe Was ist der Islam?). Der Quran lehrt, dass Gott Seiner Schöpfung durch Seine „schönsten Namen“ (al-asma al-husna) bekannt ist — Namen, die Seine vollkommenen Eigenschaften beschreiben.567
Gott bei Seinen Namen anrufen
"Allahs sind die schönsten Namen; so ruft Ihn damit an."
— Quran 7:180 (Bubenheim & Elyas)1
"Allah - es gibt keinen Gott außer Ihm. Sein sind die schönsten Namen."
— Quran 20:8 (Bubenheim & Elyas)3
Was die Namen beschreiben
Mehrere der Namen erscheinen gemeinsam in einer Passage, die einen Eindruck davon vermittelt, wie sie Gott darstellen:
"Er ist Allah, außer dem es keinen Gott gibt, der Kenner des Verborgenen und des Offenbaren. Er ist der Allerbarmer und Barmherzige. Er ist Allah … der König, der Heilige, der Friede … der Allmächtige … Er ist Allah, der Schöpfer, der Erschaffer, der Gestalter. Sein sind die schönsten Namen."
— Quran 59:22-24 (Bubenheim & Elyas)2
Die beiden am häufigsten angerufenen Namen sind Ar-Rahman und Ar-Rahim — „der Allerbarmer, der Barmherzige“ —, mit denen Muslime fast jedes Kapitel des Quran und viele alltägliche Handlungen beginnen.
Die neunundneunzig Namen
Die islamische Tradition spricht von neunundneunzig solchen Namen. Der Prophet Muhammad ﷺ sagte:
"Allah has ninety-nine names, one hundred minus one; whoever enumerates them will enter Paradise."
— Sahih al-Bukhari 2736 (Englisch)4
Diese Namen — darunter der Barmherzige, der Allwissende, der Allmächtige, der Vergebende, der Gerechte und der Allweise — sind ein zentraler Weg, auf dem Muslime Gott kennenlernen und Seiner gedenken.
Kurz gesagt
Muslime kennen den einen Gott durch Seine schönsten Namen, traditionell auf neunundneunzig gezählt, die Seine Eigenschaften der Barmherzigkeit, Macht, des Wissens und der Weisheit offenbaren. Gott bei diesen Namen anzurufen ist selbst ein Akt des Gottesdienstes.