Abraham — Ibrahim auf Arabisch — ist einer der wichtigsten Propheten im Islam, geehrt als Patriarch, der mit dem Judentum und Christentum geteilt wird, und vor allem als Vorbild reiner Hingabe an den einen Gott in Erinnerung.567 Der Quran gibt ihm einen besonderen Titel:

"Und Allah nahm sich Ibrahim zum Freund."

— Quran 4:125 (Bubenheim & Elyas)1

Ein Vorbild reinen Monotheismus

Ibrahim wird als das Beispiel eines Menschen dargestellt, der sich vom Götzendienst abwandte, um Gott allein anzubeten:

"Ibrahim war eine Gemeinschaft, Allah demütig ergeben und einer, der Anhänger des rechten Glaubens war, und er gehörte nicht zu den Götzendienern."

— Quran 16:120 (Bubenheim & Elyas)2

Der Bau der Kaaba

Muslime glauben, dass Ibrahim zusammen mit seinem Sohn Ismail (Isma'il) die Grundmauern der Kaaba in Mekka errichtete — das Gotteshaus im Herzen der Hajj:

"Und (gedenkt,) als Ibrahim die Grundmauern des Hauses errichtete, zusammen mit Isma'il, (da beteten sie): „Unser Herr, nimm (es) von uns an.“

— Quran 2:127 (Bubenheim & Elyas)3

Die große Prüfung

Eine der bekanntesten Episoden aus Ibrahims Leben ist seine Bereitschaft, im Gehorsam gegenüber Gott seinen Sohn zu opfern — und Gottes Barmherzigkeit, den Jungen auszulösen:

"„O mein lieber Vater, tu, was dir befohlen wird. Du wirst mich, wenn Allah will, als einen der Standhaften finden.“ … Und Wir lösten ihn mit einem großartigen Schlachtopfer aus."

— Quran 37:102-107 (Bubenheim & Elyas)4

Dieser Akt der Hingabe wird von Muslimen jedes Jahr am Eid al-Adha, dem „Fest des Opfers“, gedacht.567

Kurz gesagt

Abraham (Ibrahim) wird im Islam als Freund Gottes und Vorbild reinen Monotheismus verehrt — Erbauer der Kaaba mit seinem Sohn Ismail und der Prophet, dessen Gehorsam jedes Jahr am Eid al-Adha geehrt wird.