Al-Masad, „Die Palmfasern“ (auch Al-Lahab, „Die Flamme“, genannt), ist die hundertelfte Sure — fünf kurze Verse, die in Mekka offenbart wurden. Sie ist die direkteste Verurteilung einer namentlich genannten Einzelperson im Quran: Abu Lahab, ein Onkel des Propheten ﷺ.1

Worum es geht

Der Anlass ist in einem bekannten Bericht festgehalten: Als der Prophet ﷺ den Hügel Safa bestieg und seine Verwandten vor einer kommenden Strafe warnte, entgegnete Abu Lahab (im englischen Wortlaut der Quelle): "May you perish! Is this why you gathered us?"2 Die Sure antwortet ihm: „Zugrunde gehen sollen die Hände Abu Lahabs, und zugrunde gehen soll er (selbst)!“ „Was nützt ihm sein Besitz und das, was er erworben hat?“ Sie nennt weiter seine Frau, „(auch) seine Frau, die Brennholzträgerin“, um deren Hals „ein Strick aus Palmfasern“ liegt — ein passendes Bild für jene, die Dornen und Verleumdung auf den Weg des Propheten streuen.

Warum sie wichtig ist

Da die Sure Abu Lahabs Verlust zu seinen Lebzeiten voraussagte, lesen die Kommentatoren sie als eine Art öffentliche Prophezeiung: Er hätte sie widerlegen können, indem er einfach den Islam annahm, und tat es nie. Um Al-Masad auf Arabisch mit Übersetzungen und Rezitation zu lesen, öffne sie auf Quran.com.