Wudu (rituelle Waschung) ist die Reinigung, die ein Muslim vollzieht, um vor dem Gottesdienst in einen Zustand der Reinheit einzutreten. Die Reinheit von Körper und Ort durchzieht den islamischen Gottesdienst, und Wudu ist ihr häufigster Ausdruck.456
Bereit, es zu tun? Siehe die Schritt-für-Schritt-Anleitung Wie man Wudu vollzieht.
Warum Wudu wichtig ist
Der Prophet Muhammad ﷺ stellte die Reinigung ins Herz des Glaubens:
"Purification is half of faith."
— Sahih Muslim 223 (Englisch)2
Und sie ist eine Bedingung dafür, dass das Gebet gültig ist:
"The prayer of a person is not accepted … until he performs the ablution."
— Sahih al-Bukhari 135 (Englisch)3
Was der Quran gebietet
Der Kern des Wudu wird direkt im Quran dargelegt:
"O die ihr glaubt, wenn ihr euch zum Gebet aufstellt, dann wascht euch das Gesicht und die Hände bis zu den Ellbogen und streicht euch über den Kopf und wascht euch die Füße bis zu den Knöcheln."
— Quran 5:6 (Bubenheim & Elyas)1
Wie lange es gültig bleibt
Einmal vollzogen, bleibt Wudu gültig, bis es gebrochen wird — etwa durch Toilettengang, Winde lassen oder tiefen Schlaf. Ein Mensch bleibt über mehrere Gebete hinweg im Zustand des Wudu, bis etwas es aufhebt, woraufhin er sich einfach erneut wäscht.
Wudu und Ghusl
Wudu behandelt geringe Unreinheit. Nach großer Unreinheit ist eine Ganzkörperwaschung namens Ghusl vor dem Gebet erforderlich. Beide teilen denselben Zweck: sich Gott in einem Zustand der Reinheit zu nähern.
Kurz gesagt
Wudu ist die rituelle Waschung, die einen Muslim auf das Gebet vorbereitet — eine kurze, wiederholte Reinigung, im Quran geboten und vom Propheten ﷺ betont, die die Reinheit ins Zentrum des täglichen Gottesdienstes stellt. Lerne die Methode in Wie man Wudu vollzieht.